Verliert Mayen Rettungsleitstelle?

Gliederung
Freie Wähler Mayen erwarten Aufklärung im Stadtrat!

Obwohl die erst 1999 neu eingerichtete Rettungsleitstelle Mayen alle gesetzlichen Vorschriften erfüllt und voll funktionsfähig ist, wird sie voraussichtlich 2009 mit einem Kostenaufwand von 1,5 Millionen Euro nach Koblenz verlegt.


Mayen. Jahrelang war angeblich kein Geld für dringende öffentliche Investitionen da - etwa für Kindergärten, kleinere Schulklassen oder den Ausbau von maroden Straßen. Umso überraschender deshalb die aktuelle Mitteilung des rheinland-pfälzischen Innenministers Karl Peter Bruch, dass das Land im Doppelhaushalt 2009/2010 zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt hat, damit die Mayener Rettungsleitstelle möglichst schnell nach Koblenz ins Haus der dortigen Berufsfeuerwehr verlegt werden kann. Insgesamt will das Land 1,5 Millionen Euro für den Ausbau der neuen Integrierten Leitstelle für Koblenz bereitstellen. "Somit kann die Errichtung der Integrierten Leitstelle Koblenz vorangetrieben werden", so der Minister. Schön für Koblenz, aber wo bleibt dabei Mayen und die Steuerzahler, fragt sich der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Mayen, Hans-Georg Schönberg!

12 Planstellen verlassen den Standort Mayen und in Koblenz kommen 15 Planstellen an, dies, obwohl sich eigentlich nur der Standort ändert. Dabei ist die Zukunft der Mayenern Mitarbeiter noch ungeklärt. Wie die Stadt Mayen werde auch der Flächenlandkreis Mayen-Koblenz nur Nachteile haben, denn durch diese Änderung würden die bewährten, gut funktionierenden Strukturen stark verändert und zum Teil verschlechtert.

Das System werde durch den Umzug nur teurer, ohne besser zu werden, so Schönberg. Vor allem die Kosten treibende Art und Weise der Landesregierung stößt bei den Freien Wählern Mayen auf Kritik. Denn die Landesregierung will für die Annahme und Verarbeitung aller nicht polizeilicher Hilfeersuchender, also für Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Allgemeine Hilfe, eine sogenannte Integrierte Leitstelle in Koblenz schaffen.

Rettungsleitstelle Der Gedanke ist grundsätzlich nachvollziehbar. Das jedoch nur dort, wo es Berufsfeuerwehren gibt die Integrierten Leitstellen eingerichtet werden müssen (!), ist nicht nachzuvollziehen, so der Fraktionsvorsitzende der FWM. Hierbei handelt es sich um die Städte Ludwigshafen, Mainz, Kaiserslautern, Trier und jetzt, womöglich noch in diesem Jahr, auch Koblenz. Und dies, obwohl der Entscheidungsprozess über den Standort im nördlichen Rheinland-Pfalz erst 2012 abgeschlossen werden sollte. Warum also jetzt die Eile und ein zeitliches Vorziehen einer Entscheidung von solcher Tragweite für die Region? Will die SPD-Alleinregierung in Mainz hierbei geschickt die Übergangsphase der Amtswechsel in Stadt und Landkreis nutzen, um Mayen und den Landkreis Mayen-Koblenz vor vollendete Tatsachen zu stellen?

Dabei wirkt die Finanzierung der Leitstellen wie eine gewaltige Subventionierung der Städte mit Berufsfeuerwehren: Während diese heute ihre Feuerwehrleitstellen zu 100 % selbst finanzieren müssen, tragen sie in Zukunft - als Folge der Zusammenlegung mit den Rettungsleitstellen - nur noch rund 20 % der Gebäudekosten und ca. 2 % der Personalkosten. Dies bedeutet alleine bei den Personalkosten eine Einsparung von ca. 600 000 € pro Stadt (in diesem Fall Koblenz) und Jahr.

Zur derzeitigen Situation: Das Deutsche Rote Kreuz betreibt in Mayen die Rettungsleitstellen. Verschiedene Integrierte Leitstellen, wie sie der Landesregierung vorschweben, sind seit einiger Zeit in Betrieb. Die Rettungsleitstellen des DRK alarmieren auch die Freiwilligen Feuerwehren, und zwar zu deren voller Zufriedenheit. Im Falle eines Feuerwehreinsatzes wird die rückwärtige Führungsunterstützung durch die bei den Verbandsgemeinden eingerichteten Feuerwehreinsatzzentralen (FEZ) gewährleistet. Diese Feuerwehreinsatzzentralen bleiben auch in Zukunft erhalten und nehmen ihre Aufgaben unverändert war. Das heißt: Außer den Einsätzen der fünf Berufsfeuerwehren werden alle anderen Einsätze der nicht polizeigebundenen Gefahrenabwehr heute schon durch die Rettungsleitstellen bearbeitet.

Landesweit wurden in 2006 im Bereich Rettungsdienst und Krankentransport ca. 600 000 Einsätze durchgeführt. Das sind weit über 90 % aller Einsätze, die in der nicht polizeigebundenen Gefahrenabwehr anfallen. Alle Rettungsleitstellen im Lande - auch die in Mayen (!) - sind neu und auf dem neuesten technischen Stand. Bei den Feuerwehrleitstellen sieht die Situation dagegen ganz anders aus.

Obwohl die Einrichtung von Integrierten Leitstellen unter Einbeziehung der Berufsfeuerwehren in die vorhandenen Rettungsleitstellen problemlos und mit einem Bruchteil der Kosten möglich wäre, ist dies nie (!) in Erwägung gezogen worden. Es wäre wesentlich billiger, die Einrichtung, die nur maximal 5 000 (wie z.B. in Koblenz) Einsätze pro Jahr zu bewältigen hat, dort zu integrieren, wo schon bis zu 100 000 (wie z.B. in Mayen) Einsätze pro Jahr abgewickelt werden und wo die technischen Voraussetzungen bereits vorhanden sind, als dies umgekehrt zu machen und sowohl Gebäude, als auch Technik neu zu erstellen bzw. zu beschaffen.

Die Integrierten Leitstellen sollen, laut Landesregierung, wesentliche Aufgaben im Rahmen der Führungsunterstützung bei den Feuerwehren wahrnehmen. Da aber die Feuerwehreinsatzzentralen erhalten bleiben sollen, wird die Integrierte Leitstelle diese FEZ-Aufgabe ausschließlich für die betroffene Berufsfeuerwehr wahrnehmen. Obwohl zum Beispiel in Mayen 1999 eine neue Rettungsleitstelle in Betrieb genommen wurde, wurde bei der Berufsfeuerwehr Koblenz später ebenfalls eine neue Leitstelle gebaut, die jetzt zur Integrierten Leitstelle werden soll, wobei das Einsatzgebiet unverändert bleibt.

Diese Art der Steuerverschwendung hat sich bereits in anderen Städten auf Kosten der Steuerzahler ereignet. Die Freien Wähler Mayen verurteilen diese Mehrkosten produzierende Art und Weise der Parteipolitik auf Landesebene und haben deshalb beantragt, das Thema "Zukunft der Rettungsleitstelle Mayen" auf die Tagesordnung der nächsten Stadtratsitzung zu setzen! Gleichzeitig wurde die Mayener Oberbürgermeisterin gebeten, einen Vertreter der Landesregierung zwecks Aufklärung bzw. Erläuterung der Sachverhalte zur Stadtratssitzung im Februar einzuladen.



"Neue Fakten belegen Steuerverschwendung!"

Gliederung
Rettungsleitstelle Auf Kosten der Bürger hat die Landesregierung die Übergabe der Rettungsleitstelle Mayen nach Koblenz geplant!

Mayen.

Mayen. Die Freien Wähler Mayen sind im Rahmen ihrer Aktivitäten um den Erhalt der Rettungsleitstelle Mayen mehrfach von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Mayen angesprochen und zugleich gebeten worden, mehr Details bezüglich des letzten Presseberichts (Mayener Stadtzeitung 48/ 2003) "Umzug der Mayener Rettungsleitstelle nach Koblenz in Kürze" zu veröffentlichen.

UAktion Diesem Anliegen kommen die Freien Wähler Mayen gerne nach und bedanken sich vorab bei allen Gesprächspartnern für das Interesse. Die Freien Wählern Mayen haben sich wiederholt für die Erhaltung der Rettungsleitstelle in Mayen eingesetzt. In einer Unterschriftaktion, die mit entsprechendem Anschreiben an die Stadtverwaltung Mayen, die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und das Innenministerium weitergeleitet wurden, forderten wir 1999 die Kommunalparlamente auf, parteiübergreifend und sachorientiert in klaren und eindeutigen Beschlüssen für den Erhalt der gesamten integrierten Rettungsleitstelle in Mayen einzutreten, um somit ein Umdenken auf Landesebene einzufordern. Im Sommer 2002 schaffte es die FWM, alle Mayener Parteien davon zu überzeugen, eine Resolution zu verabschieden.

Mit einem eindeutigen Bekenntnis für den Erhalt der Rettungsleitstelle in Mayen haben sich so dann, SPD, FDP, CDU und FWM in Mayen an die Öffentlichkeit gewandt. Dabei waren sich alle Parteien einig, dass niemand in Mayen Verständnis dafür haben würde, eine bestens funktionierende Einrichtung mit einem Aufwand von mehreren 100.000,00 Euro nach Koblenz zu verlegen.

Neue Fakten bestätigen uns, dass tatsächlich in Kürze die Übergabe der Rettungsleitstelle Mayen an die Berufsfeuerwehr Koblenz von der SPD Landesregierung vorbereitet wird: Die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Koblenz ist im Bau. Die Landesmittel hierfür sind zugeteilt. Auch die Einstellungsgespräche mit den Bewerbern für die 12 Planstellen, die für die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Koblenz zusätzlich bewilligt wurden, haben längst stattgefunden. Die neuen Mitarbeiter sind bereits eingestellt und besuchen einen Lehrgang in der Landesfeuerwehrschule Hessen in Kassel, weil dort das gleiche Einsatzleitsystem genutzt wird, das für die Leitstelle Koblenz vorgesehen ist.

Diese 12 neuen Mitarbeiter sind bald in einem 1. Schritt für die 108.000 Einwohner der Stadt Koblenz zuständig und leisten dort ca. 1500 Einsätze pro Jahr. Das sind pro Tag 4,1. Im Vergleich dazu ist die Mayener Leitstelle, die über 13 Planstellen verfügt, also eine Planstelle mehr hat, für 1.142.000 Millionen Einwohner zuständig und verantwortlich. Dabei leistet die Rettungsleitstelle in Mayen ca. 110.000 Einsätze im Jahr, das sind pro Tag über 300 Einsätze. Diese Zahlen zeigen die Leistungsfähigkeit der derzeitigen Lösung:
So ist die Rettungsleitstelle Mayen (siehe Karte)

      für den Rettungsdienst und Krankentransport in drei Landkreisen und in Koblenz 550.000 Einwohner,
      für den medizinischen Teil des Katastrophenschutzes in zwei Landkreisen 222.000 Einwohner,
      für die Feuerwehr und den gesamten Katastrophenschutz im Landkreis Mayen-Koblenz 220.000 Einwohner,
      sowie für den Kassenärztlichen Notdienst in Koblenz und drei weiteren Arztbezirken 150.000 Einwohner
      zuständig und verantwortlich.
Mit diesem Aufgabengebiet haben die Verantwortlichen einen enormen Beitrag im Interesse einer schnellen und wirksamen Hilfeleistung für die Bevölkerung der Region geleistet.

Dabei hat man in Mayen die gesetzlichen Vorschriften zu jeder Zeit erfüllt. Die Rettungsleitstelle Mayen stellt damit immer noch die fachlich, sachlich und ökonomisch beste Lösung dar. Die SPD Landesregierung sieht dies anders und beabsichtigt in 2004 mit Hilfe einer Gesetzesänderung die Berufsfeuerwehr Koblenz zu begünstigen.

Pressemitteilung Freie Wähler Mayen
den 7. Dezember 2003

Umzug der Mayener Rettungsleitstelle nach Koblenz in Kürze?

Gliederung
Rettungsleitstelle Die SPD und FDP Landesregierung hält an ihren Plänen fest und beabsichtigt, das Rettungsdienstgesetz zu ändern. Folge: baldiges Ende der Mayener Rettungsleitstelle

Mayen. Mit einem eindeutigen Bekenntnis für den Erhalt der Rettungsleitstelle in Mayen haben sich 2002 alle Mayener Parteien an die Öffentlichkeit gewandt und eine Resolution verabschiedet. Nicht ein einziger Grund spricht für eine Verlegung, da sich die Rettungsleitstelle in Mayen hervorragend bewährt hat. Sowohl die hohen finanziellen Aufwendungen als auch die bestens qualifizierten und motivierten Mitarbeiter in Mayen sprechen für eine Beibehaltung des Standortes, für den sich auch die Landräte der Landkreise Ahrweiler, Cochem-Zell und Mayen-Koblenz ausgesprochen haben. Die Besichtigungen der Berufsfeuerwehr Koblenz und der Rettungsleitstelle Mayen durch die FWM zeigten, dass der Erhalt der neuen Rettungsleitstelle Mayen ökonomisch sinnvoll ist.

Unsere Argumente:


  • Zur Zeit existieren 9 Rettungsleitstellen in Rhld-Pf. Diese Zahl soll nach dem Vorhaben des Landesinnenministeriums auf 5 Stellen schrumpfen und vornehmlich in den 5 Großstädten von Rhld-Pf. plaziert werden. Geschähe dies, würde es allein in Mayen zum Verlust von 17 Planstellen kommen.
  • Es wurde in die einzelnen Rettungsstellen sehr viel Geld investiert, allein in Mayen über 3,3 Million DM. Sie ist damit die modernste Leitstelle in Deutschland. Eine erneute Umorientierung würde den Steuerzahler nur über Gebühr belasten und eine Steuerverschwendung darstellen.
  • Darüber hinaus hätte die Schließung eine erhebliche Verschlechterung der Rettungsdienste in der Fläche zur Folge.
  • Ebenso muss man mit Veränderungen im Krankentransportwesen rechnen, dies führt zwangsläufig zu einer Verschlechterung der Patientensituation.
  • Im übrigen zeigte der Besuch bei der Berufsfeuerwehr in Koblenz, dass diese Einrichtung technisch veraltet und daher für die Übernahme der Rettungsleitstelle nicht gerüstet ist. Es muss in Koblenz eigens für die Berufsfeuerwehr und die Leitstelle neu gebaut werden.
  • Eine Übergabe der Rettungsdienste an die Berufsfeuerwehren ist sowohl organisatorisch als auch ausbildungsmäßig nicht vertretbar und zweckmäßig.
  • Die Schließung der Rettungsleitstelle Mayen macht auch aus ökonomischen Gründen keinen Sinn, da eine nachweislich, leistungsstarke Einrichtung geschlossen werden soll, um mit öffentlichen Mitteln neue Strukturen in Koblenz zu schaffen, wo eine gleiche Leistungsfähigkeit, jedoch noch mühsam aufgebaut werden muss.
  • Eine Verlagerung der Technik, dem Herzstück der Leitstelle, wäre das Aus für die jetzige Form der DRK-Rettungsleitzentrale in unserer Stadt und eine auserlesene Steuerverschwendung des Innenministers.

Alle Argumente zählen offensichtlich nicht, da das Mainzer Innenministerium einen baldigen Abschluss der Novellierung des Rettungsdienstgesetzes sowie des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes favorisiert, erklärte Karl-Heinz Groß, Leiter der Rettungsleitstelle in Mayen, auf Anfrage der Freien Wähler am vergangenen Freitag.

Den Freien Wählern ist bewusst, dass in Zeiten leerer Landeskassen alles auf den Prüfstand gehört, auch der Bereich Notfallversorgung, da dort auch ein enormer Kostendruck besteht. Dabei wird der Rettungsdienst immer im Spannungsfeld zwischen Bedarfsgerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit stehen. Es gilt jedoch, einen Kompromiss aus optimaler und schnellstmöglicher Versorgung für den Notfallpatienten zu finden. Diese für die Politik wichtige inhaltliche Debatte zum Erhalt der Rettungsleitstelle Mayen hätten sich die Freien Wähler von den gewählten Repräsentanten im Mainzer Landtag gewünscht.

Sollte die Landesregierung die neue Novellierung des Rettungsdienstgesetzes beschließen, und davon ist auszugehen, bedeutet dies für die Bürgerinnen und Bürger, dass die Versorgung im Bereich Rettungs-, Notfall- und Katastrophendienst verringert werden bzw. man auf die bisher vorgeschriebenen Anforderungen verzichten will. Des weiteren müssen sich die Verantwortlichen der SPD Landesregierung den Vorwurf der Steuerverschwendung gefallen lassen, da eigens für diesen Zweck und für viel Geld die neu erbauten Räumlichkeiten in Mayen leer stehen werden. Gleichzeitig wurden neue Räume in Koblenz errichtet. Das alles auf Kosten der Steuerzahler und zum Leidwesen der Region und des Mittelzentrums Mayen. Das ist so nicht hinnehmbar, erklärt Hans-Georg Schönberg für die FWM.



Pressemitteilung Freie Wähler Mayen
22.11. 2003



Große Übereinstimmung von CDU, SPD, FDP und FWM zur Rettungsleitstelle.

Gliederung
Rettungsleitstelle muss in Mayen bleiben.

Mit einem eindeutigen Bekenntnis für den Erhalt der Rettungsleistelle in Mayen haben sich SPD, FDP, FWM und CDU in Mayen an die Öffentlichkeit gewandt.

Mayen. Wie die Vorsitzenden Rolf Schäfer, Ekkehard Raab, Hans-Georg Schönberg und Bernhard Mauel übereinstimmend betonten, sprechen alle Fakten für eine Beibehaltung des Standortes Mayen, der sich hervorragend bewährt hat. Nicht ein einziger Grund spricht für eine Verlegung. Sowohl die hohen finanziellen Aufwendungen als auch die bestens qualifizierten und motivierten Mitarbeiter in Mayen bedingen eine Beibehaltung des Standortes, hinter den sich auch die Landräte der Landkreise Ahrweiler, Cochem-Zell und Mayen-Koblenz gestellt haben.

Niemand wird Verständnis dafür haben, eine bestens funktionierende Einrichtung mit einem Aufwand von mehreren 100.000,00 Euro an einen anderen Standort zu verlegen.
Mit Bedauern registrieren die politischen Organisationen in Mayen, dass erneut eine solche Diskussion aus dem Oberzentrum Koblenz angestoßen wurde, womit sich erneut erweist, wie wichtig es ist, auf die Koblenzer Politik dahingehend einzuwirken, dass man von dort nicht die ohnehin bestehende Stadt-Umland-Problematik weiter verschärft. Es wäre zu wünschen, wenn das Oberzentrum sich konstruktiver positionieren könnte, um mitzuhelfen, die regionale Entwicklung insgesamt zu stärken, anstatt sich zum Umland abzugrenzen und Entwicklungsforderungen zu Lasten der benachbarten Gebietskörperschaften zu stellen.

Wir haben, die Sprecher der Parteien, wichtigere Diskussionen in der Entwicklung des nördlichen Rheinland-Pfalz zu führen, auch solche, die der tatsächlichen Stärkung des Oberzentrums Koblenz und der Mittelzentren dienen, als das ständige Verbreiten von Unsicherheit zu Lasten der Beschäftigten in der Rettungsleitstelle, bei den Rettungsdiensten und den 510000 Menschen, die seit drei Jahren bestens von Mayen aus versorgt werden.

Rolf Schäfer SPD
Ekkehard Raab FDP
Hans-Georg Schönberg FWM
Bernhard Mauel CDU

Pressemitteilung
Internet 10. Juli 2002



Neue Diskussionen um die Rettungsleitstelle in Mayen.

Gliederung
Zusammenfassung

Die Freien Wähler Mayen haben sich wiederholt für die Erhaltung der Rettungsleitstelle in Mayen eingesetzt. In einer Unterschriftaktion, die mit entsprechendem Anschreiben an die Stadtverwaltung Mayen, die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und das Innenministerium weitergeleitet wurden, forderte die FWM die Kommunalparlamente auf, parteiübergreifend und sachorientiert in klaren und eindeutigen Beschlüssen für den Erhalt der gesamten integrierten Rettungsleitstelle in Mayen einzutreten, um somit ein Umdenken auf Landesebene einzufordern. Die FWM hat damit auch die Bemühungen und den Einsatz unseres Landrates Albert Berg-Winters unterstützt, der ebenfalls für den Erhalt der integrierten Rettungsleitstelle in Mayen kämpft.

Zu Gast war die FWM zur Besichtigungen der Berufsfeuerwehr Koblenz und der Rettungsleitstelle Mayen, wo wichtige Informationen und Meinungen ausgetauscht werden konnten. Für die FWM ist das Ergebnis des Dialoges ein klares Votum für den Erhalt der Rettungsleitstelle, denn die nachfolgenden Argumente sind nicht nur auf den ersten Blick plausibel.



Im Interesse der Region und des Mittelzentrums Mayen wünschen sich die Freien Wähler Mayen eine gemeinsame Unterschriftenaktion, von CDU; SPD, FDP und FWM, sowie öffentliche Veranstaltungen zur "Erhaltung der Rettungsleitstelle Mayen", die ein Höchstmaß an Bürgerinformation und -beteiligung bieten könnte, damit letzten Endes "Mayen" nicht von der Landespolitik hinters Licht geführt wird und ohne Leitstelle 2004 dasteht.

Gliederung

Rettungsleitstelle Mayen im Detail

Der Neubau der Rettungswache mit Leitstelle unmittelbar neben dem Krankenhaus mit direkter Zufahrt zur B 258 hat rund 3,3 Millionen Mark gekostet. Die 2,9 Millionen für die Wache wurden zu 75% vom Kreis und zu 25% vom Land aufgebracht. Stationiert sind hier Notarzt-, Rettungs-, Krankentransportwagen. Die Leitstelle koordiniert jährlich für die Landkreise Mayen-Koblenz, Ahrweiler und Cochem-Zell rund 400.000 Einsätze. Allein 80.000 mobile Einsätze wickelt die integrierte Einsatzstelle in Mayen ab. Seit Juli 1999 ist auch die Alarmierung der Feuerwehren im Landkreis Mayen-Koblenz hinzugekommen (ca.1600 Erstalarmierungen). Es fehlt jetzt nur noch die Integration der Feuerwehren der beiden anderen Landkreise und der Stadt Koblenz, dann erfüllt die RettungsLeitstelle Mayen die Forderung des Rechnungshofes.


Pressemitteilung Freie Wähler Mayen
Internet 29. Juni 2002


War die erste Besichtigung der Rettungsleitstelle auch gleichzeitig die letzte?

Gliederung

Mayen. Zu einer besonderen Besichtigung waren die Mitglieder der Freien Wähler Mayen vor kurzem. Es war die neue Rettungsleitstelle von Mayen, die , geht es nach den Plänen der SPD Landesregierung, in die Rhein Mosel Stadt Koblenz verleget werden soll. In einer sehr regen und eingehenden Aussprache wurden Aufgaben und Probleme der Rettungsstelle, mit dem Leiter dieser lebenswichtigen Einrichtung Herrn Groß, besprochen.

Dabei wurde auch die außerordentliche Bedeutung der Rettungsstelle für die Landkreise Mayen - Koblenz, Cochem und Ahrweiler hervorgehoben. Der Standort Mayen ist für die Rettungsaufgaben besonders günstig, da er den nördlichen Raum von Rheinland- Pfalz am besten regional abdeckt. Dies wurde den Mitgliedern, der FWM, bei einer näheren Betrachtung der techn. Einrichtungen der Rettungsleitstelle besonders vor Augen geführt. Beeindruckend war hierbei vor allem das hohe berufliche Anforderungsniveau an die Rettungsassistenten in Ihrer Aufgabenerledigung. Seit 1998 will die Landesregierung von Rhld -Pf, ihre Rettungsleitstellen reduzieren. Zur Zeit existieren 9 Rettungsleitstellen in Rhld-Pf. Diese Zahl soll nach dem Vorhaben des Landesinnenministeriums auf 5 Stellen schrumpfen und vornehmlich in den 5 Großstädten von Rhld-Pf. plaziert werden. Geschähe dies, würde es zum Verlust von 17 Planstellen in Mayen kommen. Darüber hinaus hätte dies eine erhebliche Verschlechterung der Rettungsdienste in der Fläche zur Folge.

Im übrigen zeigte ein Besuch der FWM bei der Berufsfeuerwehr in Koblenz, dass diese Einrichtung technisch veraltet und daher für die Übernahme der Rettungsleitstelle nicht gerüstet ist. Die Freien Wähler Mayen setzen sich vehement gegen eine Verlegung der Rettungsleitstelle zur Wehr. Vor allem sind sie der Meinung, dass eine Übergabe der Rettungsdienste an die Berufsfeuerwehren sowohl organisatorisch als auch ausbildungsmäßig nicht vertretbar und zweckmäßig erscheint.

Im übrigen wurde in die einzelnen Rettungsstellen sehr viel Geld investiert, allein in Mayen über 3 Million DM. Sie ist damit die modernste Leitstelle in Deutschland. Eine erneute Umorientierung würde den Steuerzahler nur über Gebühr belasten und eine reine Steuerverschwendung darstellen. Eine entgültige Entscheidung über die Verlegung der Leitstelle in die Rhein-Mosel-Stadt ist wohl nach der Landtagswahl im Frühjahr zu erwartet. Im Interesse der Region und des Mittelzentrums Mayen wünscht sich die FWM noch vor der Landtagswahl einen offenen Dialog aller verantwortlichen Kommunalpolitiker zu diesem Thema.

Pressemitteilung Freie Wähler Mayen
Rhein-Zeitung vom 18.Januar 2001

Unterschriftenaktion der FWM: "Alle 47 Sekunden eine Unterschrift"

Gliederung

Bürger wollen Erhalt der kompletten Rettungsleitstelle in Mayen

UAktion

Mayen. Ihr Dankeschön an die Wähler nach der Kommunalwahl verbanden die Mitglieder der FWM (Freie Wähler Mayen e.V.) mit einer Unterschriftenaktion für den Erhalt der kompletten Rettungsleitstelle in Mayen. Innerhalb von nur anderthalb Stunden dokumentierten 176 Bürgerinnen und Bürger aus Mayen und dem Kreis Mayen - Koblenz mit ihrer Unterschrift das Unverständnis und den Unmut der Bevölkerung über die angekündigte Verlagerung von wesentlichen Teilen der gerade neu geschaffenen integrierten Rettungsleitstelle von Mayen nach Koblenz.

Vor allem die Verschwendung von Steuergeldern, aber auch die Form der politischen Entscheidung auf Landesebene über die Köpfe der Betroffenen und die bisherigen Voten der die Rettungsleitstelle in Mayen mittragenden Landkreise hinweg sowie die Form und der Zeitpunkt der Ankündigung der Umzugsmaßnahme standen dabei im Mittelpunkt der von den Unterzeichenden geäußerten Kritik. Deshalb setzten sie mit ihrer Unterschrift ein Zeichen gegen diese heute leider weit verbreiteten Formen in der Politik: Gleichzeitig unterstützten sie damit - wie die Textvorlage der Freien Wähler Mayen ausdrücklich ausführte - die Bemühungen und den Einsatz von Landrat Albert Berg-Winters zum Erhalt der integrierten Rettungsleitstelle in ihrer jetzigen, kompletten Form in Mayen.

Klaus Hillesheim und Hans-Georg Schönberg vom Vorstand der FWM erklärten, dass die Unterschriften der (weiter fortgesetzten) Aktion mit entsprechenden Anschreiben an die Stadtverwaltung Mayen, die Kreisverwaltung Mayen - Koblenz und das Innenministerium weitergeleitet werden sollen. Darin werden insbesondere die Kommunalparlamente aufgefordert, parteiübergreifend und sachorientiert in klaren und eindeutigen Beschlüssen für den Erhalt der gesamten integrierten Rettungsleitstelle in Mayen einzutreten und somit ein Umdenken auf Landesebene einzufordern.

Pressemitteilung Freie Wähler Mayen
Stadtzeitung Nr.29 / August 1999

Bleibt die Rettungsleitstelle in Mayen oder wird sie in kürze nach Koblenz verlegt?

Gliederung

Da die besseren Argumente für Mayen sprechen, wollen sich die Freien Wähler Mayen dafür einsetzen, dass die Rettungsleitstelle in Mayen bleibt. Hierzu treffen sich die FWM am Samstag den 26.Juni 1999 in der Marktstraße, um eine Unterschriftenaktion durchzuführen, an der sich nicht nur die Bürger von Mayen beteiligen können, sondern die ganze Region um Mayen.

Pressemitteilung Freie Wähler Mayen
Mayen Extra vom 20.Juni 1999

Zukunft der Rettungsleitstelle bleibt ungewiss"

Gliederung

Mayen. Dies ist eine der Schlagzeilen aus der Rhein-Zeitung kurz nach der Fertigstellung der integrierten Rettungsleitstelle in Mayen.
Diese Leitstelle koordiniert jährlich 400 000 Einsätze. Wenn es nach den Plänen des Innenministeriums geht, das den Aufbau eines landesweiten Netzes solcher Leitstellen verwirklichen will, wird die Technik nach Koblenz ausgelagert und der dortigen Feuerwehr angegliedert. Damit wird die neue DRK-Rettungsleitzentrale zum Spielball der Politik, denn die vordergründigen Argumente sind nur auf den ersten Blick plausibel.

Verschaffen Sie sich selbst einen Eindruck:
- denn es ist viel Geld investiert worden
- die Mitarbeitersituation ist ungeklärt
- es sprechen gute Gründe für die Einsatzkoordinierung aus Mayen
- Entscheidungen wurden über die Köpfe der Beteiligten hinweg gefasst.

Es ergeben sich daraus eine Reihe von Fragen. Wir fordern Sie auf, diese an die Verantwortlichen zu stellen. Zunächst können Sie unsere Aktion durch Ihre Unterschrift unterstützen: Die Freien Wähler Mayen e.V. setzen sich für den Erhalt der gesamten Rettungsleitstelle in Mayen ein. Eine Verlagerung der Technik, dem Herzstück der Leitstelle, wäre das Aus für die jetzige Form der DRK-Rettungsleitzentrale in unserer Stadt. Wir möchten damit auch die Bemühungen und den Einsatz unseres Landrates Albert Berg-Winters unterstützen, der ebenfalls für den Erhalt der integrierten Rettungsleitstelle in Mayen kämpft.

Pressemitteilung Freie Wähler Mayen e.V.
Rhein-Zeitung vom April 1999

Gliederung