Apathie und Provinzialität überwinden - Klimaschutz ausbauen
Mayen. Für die Freien Wähler Mayen (FWM) mehren sich die Zeichen, dass im Kampf gegen die Klimakrise nicht nur Trägheit und Untätigkeit in der Politik wachsen, sondern auch
Fatalismus und Klimawandelrelativierung - gesellschaftlich und auf allen politischen Ebenen. Dabei ist der Klimawandel mit seinen globalen Folgen die größte Bedrohung für das generelle
Überleben der Menschheit und auch das größte Sicherheitsrisiko weltweit, da sich bereits heute Konflikte und Krisen um Wasser und andere Ressourcen mehr als deutlich abzeichnen! Ungeachtet
dessen geht der Verbrauch fossiler Energie vielfach ungebremst weiter und die ökologische Transformation der Energieversorgung stockt auch in Deutschland zunehmend. Scheinbar ist die
Realität des Klimawandels, der Flutkatastrophen, der Dürren, der Hitzewellen, der Toten und Verletzten von der menschlichen Fähigkeit, sie zu verdrängen, überlagert: Für viele kann
nicht sein, was nicht sein darf! Veränderungen der Lebens-, Produktions- und Konsumweise als Herausforderungen durch die Klimakatastrophe bleiben weitgehend unvorstellbar, trotz
der darin enthaltenen vielfältigen, qualitativ positiven Möglichkeiten für das menschliche Zusammenleben und eine mit der Natur verträgliche Wirtschaftsweise.
Von daher gilt es für die Freien Wähler in Mayen, die ersten kommunalen Schritte beim Klimaschutz und im Bereich der Klimaanpassung auszubauen, u. a. im Rahmen des Kommunalen
Klimapakts Rheinland-Pfalz. Gerade lokale Maßnahmen sind im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung effektiv und positiv vermittelbar, da sie direkt auf die spezifischen Bedürfnisse
und Gegebenheiten der jeweiligen Region abgestimmt sind. Zentral ist dabei auch die Zusammenarbeit lokaler Akteure - seien es Umweltverbände, Bürgerinitiativen, kommunale
Verwaltungen oder Unternehmen. Die möglichen Projekte zur Kooperation sind vielfältig, u. a. Transformationsmaßnahmen zur Ersetzung von fossilen Energiequellen, Verbesserung der
Energieeffizienz von Gebäuden, Ausgestaltung nachhaltiger Mobilität, aber auch diverse Klimaanpassungsmaßnahmen, z. B. im Hochwasserschutz und mittels Begrünungs- und
Aufforstungsprojekten. Dabei sollte z. B. die Einbindung der Umweltverbände in die Planung und Projektierung kommunaler Bauprojekte zur Selbstverständlichkeit werden!
Wichtig ist nach Ansicht der Freien Wähler Mayen auch, der inzwischen zunehmenden politischen Apathie und Provinzialität in Bezug auf den zügigen Ausbau des Klimaschutzes und der
Klimaanpassung im Land etwas Konstruktives entgegenzusetzen. Konkret heißt das, z. B. den Menschen bewusst zu machen, dass im 21. Jahrhundert eine wahre Energierevolution (Wind,
Wasser, Solar) in Gange ist, die sich zwar langsam, aber technisch gut entfaltet (hat), und die vielfältige und ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeiten für alle beinhaltet: Denn
es ist gut, sogar wirtschaftlich gut, Energie anders - "sauber" - zu produzieren und Energie anders, d. h. besser und effizienter, zu nutzen. In diesem Kontext macht es Sinn,
politisch auf allen Ebenen für die anstehenden Veränderungen/Transformationen zu werben und sie nicht als Gefährdung des Bestehenden, sondern als Chance wahrzunehmen. Denn so ist
Regeneration als ein natürliches Prinzip, das nicht nur bei der Nutzung von Energie gilt, die mögliche Basis für ein gutes Leben für alle und den Erhalt der natürlichen
Lebensgrundlagen. Diese und andere Chancen der anstehenden Transformation gilt es, mutig und konsequent auszubauen.