Ökologische Stadtentwicklung ist unabdingbar!


Die Erstellung einer städtischen Nachhaltigkeitsstrategie hat begonnen.

Mayen. Für die Freien Wähler Mayen (FWM) ist eine am Gemeinwohl orientierte Stadtentwicklung, sozial und ökologisch ausgerichtet, seit Jahren eine Grundforderung. Als "Fairtrade-Stadt" und als Mitglied der Initiativen "Lokale Agenda 2030" und "Kommunaler Klimapakt" hat die Stadt Mayen durch Ratsbeschlüsse erfreulicherweise explizite Verpflichtungen im Rahmen dieser Projekte übernommen.

Zentral ist dabei die Agenda 2030: Sie wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um angesichts der Vielfachkrisen der Gegenwart einen globalen Rahmen für eine sozial gerechte, wirtschaftlich tragfähige und ökologisch verantwortungsvolle Entwicklung lokal und global zu schaffen. Konkretisiert wird dieser Rahmen durch die Benennung von 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Planung und Umsetzung der Zielvorgaben in den einzelnen Entwicklungssektoren. Eine Schlüsselrolle im Gesamtkonzept kommt dabei den Kommunen zu, denn viele der Handlungsfelder müssen auf lokaler Ebene angegangen werden - getreu dem Motto "Global denken, lokal handeln!".

Bei einem Treffen vor fast 2 Jahren, ausgerichtet vom Eine-Welt-Verein Mayen, gab es zu vielen hierzu gehörenden Problemkreisen konkrete Anregungen aus der engagierten Bürgerschaft, z. B. Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet, flächendeckende Radwege und Abstellplätze, deutlich mehr Begrünung (gerade auch der Innenstadt!), Verbot von Schottergärten, Gewinnung von Pflanzbeetpaten und auch die Ausweitung des fairen Handels. Diese Anregungen und Wünsche wurden damals an die Stadtverwaltung und die städtischen Gremien im Kontext der Lokalen Agenda 2030 weitergereicht. Doch praktisch geschehen ist mit diesen Vorschlägen seither wenig.

In der Regel blieb es bisher bei Einzelmaßnahmen und punktuellen Projekten; eine grundsätzliche Strategie bzw. ein Grundkonzept fehlte bisher. Um diesen Mangel zu beheben, hat die Stadt nun, begleitet durch "Engagement Global" und die "Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW)", mit der Erstellung einer grundlegenden Nachhaltigkeitsstrategie begonnen. Als Agenda-2030-Kommune kann die Stadt dank Fördermitteln kostenlos dieses Projekt bis Mitte 2026 durch die betreuenden Institutionen aufgrund der stadtspezifischen Daten vornehmen lassen. Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie sind die bessere Bündelung und Koordination der bestehenden Maßnahmen, die Vermeidung bzw. der Ausgleich von Überschneidungen und Zielkonflikten, eine strategische Steuerung von Nachhaltigkeitszielen auf Verwaltungs- und kommunalpolitischer Ebene sowie die Erschließung von Fördermitteln zur konkreten Umsetzung zukünftiger Maßnahmen!

Die Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung betreffen nahezu alle kommunalen Bereiche - von Klimaschutz und Mobilität über Bildung und Katastrophenschutz bis hin zu Bereichen der Daseinsvorsorge. In diesem großen Umsetzungsbereich dient dann die zu erarbeitende Nachhaltigkeitsstrategie quasi als Kompass der zukünftigen Stadtentwicklung - nicht zuletzt im ökologischen Bereich. Für die Freien Wähler der FWM ist aber auch gerade die Mitnahme der Betroffenen, der Bürgerinnen und Bürger, in diesem Konzept von zentraler Bedeutung, nicht zuletzt um die Notwendigkeit der anstehenden

Transformationen aufzuzeigen und Zustimmung dafür zu gewinnen. Hierzu bedarf es nicht nur klarer Kommunikation, sondern auch vielfältiger Formen der Partizipation! Wichtige Möglichkeiten der Unterstützung auf diesem Weg, z. B. für Bildungsangebote und dauerhafte konsultative Gesprächsformen, sehen die Freien Wähler Mayen hierbei durch die Initiativen "Kooperative und gemeinwohlorientierte Stadt" der EU und die "Nationale Stadtentwicklungspolitik" des Bundes gegeben.

Pressemitteilung FWM: 20.07.2025