Mayen. Angesichts der anstehenden Bundestagswahl stellen viele Mitglieder der Freien Wähler Mayen (FWM) und der Freien Wähler Mayen-Mittelrhein-Mosel
(FWM3) wieder einmal eine zunehmende Verwirrung um den Namen "Freie Wähler" fest! Diese resultiert zum größten Teil aus der demokratischen
Möglichkeit - unabhängig von der klassischen Parteienlandschaft und vom Rechtsstatus einer Partei - sich mit frei und auf Zeit zusammenschließenden Gruppierungen
an Wahlen zu beteiligen. In der historischen Entwicklung wird vor allem auf kommunaler Ebene diese flexible und unabhängige Variante vielfältig genutzt. So
existieren z.B. in Mayen die FWM (Freie Wähler Mayen e.V.) und auf Kreisebene die Freien Wähler Mayen-Mittelrhein-Mosel e.V. (FWM3). Anders als Parteien erhalten
diese keine finanzielle Förderung durch den Staat aufgrund ihres Stimmenanteils bei Wahlen auf Landes- und Bundesebene! Stattdessen finanzieren sich freie
Wählergruppen ausschließlich selbst, durch Mitgliedsbeiträge und Spenden!
Inzwischen haben sich allerdings seit einigen Jahren in den Bundesländern und im Bund unter dem Namen "Freie Wähler" auch Landesparteien und eine
Bundespartei gegründet, nicht zuletzt um bei ihrer politischen Arbeit die staatliche Förderung zu erhalten. Dies führt aktuell im Bundestagswahlkampf oft
zur Verwirrung und zu einer irrtümlichen Gleichsetzung der Arbeit der freien, unabhängigen Wählervereinigungen mit der (fast) gleichnamigen Partei bzw.
einzelnen von deren namhaften Protagonisten.
Demgegenüber ist festzuhalten: Die Freien Wähler der FWM und die FWM 3 sind - wie alle kommunalen Wählergruppen - rein kommunalpolitische (!) Gemeinschaften
engagierter Bürgerinnen und Bürger. Sie treten seit Jahren ein für eine sachorientierte, partei(en)unabhängige und bürgernahe Kommunalpolitik in Mayen und im
Kreis Mayen-Koblenz, d.h. konkret für eine bürgerfreundlich, sozial und ökologisch gestaltete Heimat. Das Wohlergehen der Menschen vor Ort ist deshalb ihr
wichtigster Orientierungsmaßstab! Von daher vertreten sie auch in vielen Politikfeldern deutlich unterschiedliche Positionen zur konservativen
Bundespartei der Freien Wähler.