FWM3 bedauert Verzögerung beim Medizincampus Koblenz


Zukunft des GKM und des Mayener Krankenhauses weiterhin unklar

Kreis Mayen Koblenz. Der Aufbau des Medizincampus Koblenz hat das Ziel, dem deutlichen Ärztemangel im ganzen Land entgegenzuwirken, da die Ausbildungskapazitäten an der Universitätsmedizin in Mainz an ihre Grenzen stoßen. Ursache dafür ist, dass die Ausbildungskapazität wesentlich an die Zahl der Patientenbetten im klinischen Teil des Medizinstudiums gekoppelt ist. Durch den Ausbau dieser Kapazitäten mittels des geplanten Medizincampus Koblenz und die Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern der Region 56 hofft man, dauerhaft die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger auszubauen. Die Federführung der Ausbildung in Koblenz obliegt dabei dann der Universitätsmedizin Mainz.

Seit Jahren setzen sich die Freien Wähler Mayen-Mittelrhein-Mosel (FWM3) für den Erhalt und gezielten Ausbau der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung im Kreis Mayen-Koblenz ein - gerade angesichts der anhaltenden Krisenentwicklung im medizinisch-pflegerischen Bereich. Von daher bedauert die FWM3 die nun angekündigte Verzögerung beim Medizincampus Koblenz, der nun leider erst im Sommersemester 2025 starten soll. Damit wird ein kleiner Schritt zur Verbesserung der Gesamtsituation verzögert. Hier sehen die Freien Wähler Mayen-Mittelrhein-Mosel konkret die Landesregierung in der Pflicht, schleunigst solche Verzögerungen abzubauen und den Medizincampus Koblenz zu einem Erfolgsprojekt zu machen.

Auch die Sicherung des GKM-Standortes Mayen und des gesamten Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein ist für die FWM3 auf finanzielle Unterstützung durch das Land Rheinland-Pfalz angewiesen. "Es wird Zeit, dass die Landesregierung ihren gesetzlichen Vorgaben und Finanzierungspflichten im Krankenhausbereich endlich vollumfänglich nachkommt", beurteilt FWM3-Kreistagsmitglied Hans Georg Schönberg die Gesamtsituation. Darüber hinaus ist es für die FWM3 die Aufgabe des neu gewählten Kreistages sowie des neuen Landrates, die Zukunft des gesamten Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein und insbesondere des Standortes in Mayen dauerhaft und nachhaltig zu sichern. Dabei muss für die Freien Wähler der FWM3 besonders auch die stationäre medizinische Versorgung im ländlichen Raum im Mittelpunkt stehen. Ökonomische Kriterien sind in diesem Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge zweitrangig. Konkret bedeutet dies, wichtige Fachabteilungen wie die Viszeralchirurgie müssen in Mayen unbedingt erhalten werden, damit der Regelversorgungsstatus des Elisabethkrankenhauses bestehen bleibt.

Pressemitteilung
FWM3
09.11.2024