FWM3: Der ÖPNV ist auch im ländlichen Raum unerlässlich!


Kreistagsfraktion sieht die Region Mayen/Vordereifel/Mendig "abgehängt"

Kreis Mayen Koblenz. Auch im Kreis Mayen-Koblenz ist nun die Sparwelle beim ÖPNV angekommen: Statt schneller, besser, kundenfreundlicher werden speziell im ländlichen Raum - vor allem in der Großregion Mayen/Vordereifel/Mendig - die ÖPNV-Angebote massiv gekürzt und eine Reihe von Linien gänzlich eingestellt. Dies sieht die Kreistagsfraktion von FWM3/Die Linke angesichts der Dringlichkeit einer Verkehrswende aufgrund des Klimawandels und des immer noch nicht abnehmenden CO2-Ausstoßes der Verbrennerautos äußerst kritisch!

Täglich bringt der ÖPNV mittels eines gut funktionierenden Systems Millionen Menschen an ihr Ziel und ermöglicht so konkret Teilhabe an vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Gerade auch für Nicht-Autobesitzer und weniger mobile Menschen auf dem Land ist ein gut funktionierender öffentlicher Nahverkehr zentral für die persönliche Lebensqualität. Und er wird nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung immer wichtiger werden! Deshalb gilt: Für die Zukunft einer nachhaltigen Mobilität bei einer immer älter werdenden Bevölkerung ist ein gut funktionierender ÖPNV wesentlich; dazu ist er sicherer und günstiger als das private Auto.

Für die Fraktionsmitglieder der FWM3/Die Linke, Hans Georg Schönberg und Aziz Aldemir, gilt deshalb, dass der öffentliche Nahverkehr im Kreis Mayen-Koblenz nicht auf Kosten der ländlichen Region reduziert werden, sondern weiterhin auch im Raum Mayen/Vordereifel/Mendig seine derzeit gute Angebotsstruktur behalten sollte. Basis des ÖPNV generell ist dabei für sie beide ein verlässliches, getaktetes Angebot mit Mehrfunktionsbussen, die RollstuhlfahrerInnen, Menschen mit Rollatoren, Eltern mit Kinderwagen, aber auch Radfahrern und -touristen ein einfaches Weiterkommen ermöglichen. Wenn überhaupt, können On-Demand-Angebote - Rufbusse und Sammeltaxis - diese feste, verlässliche Struktur noch ergänzen, indem sie Menschen an die Knotenpunkte des ÖPNV-Netzes bringen.

Gernerell wünscht sich die Kreistagsfraktion von FWM3/Die Linke im Landkreis Mayen-Koblenz einen gut ausgebauten, barrierefreien und bezahlbaren öffentlichen Personennahverkehr. Dieser sollte über ein preiswertes Deutschlandticket bzw. einen zukünftigen Deutschland-Takt auch alle Regionen einbinden. Dazu gehört eine nachhaltige Mobilitätsgarantie, um in der Stadt und auf dem Land Teilhabe zu ermöglichen, ohne auf ein eigenes Auto angewiesen zu sein. Auch kleine Gemeinden müssen mindestens in einem 1h-Takt mit Bussen oder Bahnen bedient werden. Hierbei können auch zeitlich fest getaktete (!) Sammeltaxis u. a. helfen.

Hans Georg Schönberg und Aziz Aldemir wissen dabei, dass die Akzeptanzgewinnung für den ÖPNV gerade im ländlichen Raum "seine Zeit braucht und eine positive Vermarktung". Doch die zu erwartende Verteuerung des individuellen Autofahrens durch die CO2-Bepreisung wird spätestens in einigen Jahren eine massive Lenkungswirkung entfalten. Und dann gilt: Ein Busverkehr mit guter Taktung ist unverzichtbar für die Menschen, aber auch für die Unternehmen im ländlichen Raum. Warum also nicht bereits jetzt mit einem guten ÖPNV-Angebot - mit verlässlicher Taktung und gerade auch einer Vielfalt von Linien im ländlichen Raum - im Kreis Mayen-Koblenz ganz praktisch durch gute Bedingungen für die unerlässliche Verkehrswende werben?

Pressemitteilung
FWM3
08.11.2024