Hochwasserschutz und -warnung ist kommunale Zukunftsaufgabe
Mayen. Aktuell haben in Mayen schon wieder Starkregenereignisse den Anwohnern an der Nette Sorgen und z. T. schlaflose Nächte bereitet! Und diese
Situationen werden kontinuierlich zunehmen, da der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit von Starkregen drastisch erhöht - und damit leider auch von Hochwasserereignissen. Deshalb
ist es für die Freien Wähler Mayen (FWM) die erste Aufgabe von kommunalen Schutzkonzepten, den Starkregenfluten einen Teil ihrer Zerstörungskraft zu nehmen und durch
rechtzeitige Warnungen die Menschen zu schützen!
Von daher sind für die Freien Wähler zukünftig auf Stadtebene hochwasserkonforme Bebauungs- und Flächennutzungspläne - in Abstimmung mit Alarmierungspegeln
und Katastropheneinsatzplänen - eine kommunale Pflichtaufgabe! Hochwasserschutz ist allerdings auch bedeutend mehr als Renaturierung! So sind einige der bisher
vorgenommenen Schutzmaßnahmen in Mayen kritisch zu sehen: Bis heute stören z. B. noch immer Fernwärmequerungen im Bereich der Nette. Aber auch viele frühere Hochwasserschäden
sind nicht grundlegend beseitigt worden; so sind Mauerausbrüche im Fundamentbereich nur mit einfachen Wasserbausteinen "kaschiert", statt umfassend und sicher in
Stand gesetzt. Aber auch nach fast 3 Jahren wartet die Brücke an der Hammesmühle auf den Baubeginn und die Umsetzung von Retentionsraum bzw. Regenauffangbecken im
Bereich "Silbersand". Dass noch nicht alle Pegelmelder im Landkreis im Betrieb sind, gilt zu hinterfragen.
Problematisch und Angst erzeugend bleibt für viele betroffene Bürgerinnen und Bürger im Bereich der hinteren Gerberstraße die dortige Nettebrücke mit ihrer "Dammwirkung"
bei Hochwasser. Sie war bereits einmal im Hochwasserschutzkonzept für den Abriss vorgesehen. Aber ein Abriss plus Neubau ist ohne Landesförderung für die Stadt schwer zu
stemmen. Von daher wünschen sich die Anwohner hier schon länger Schutzmaßnahmen, z. B. Veränderungen an der Brücke und deren Geländer, Vertiefung des Bachbettes, Erweiterung
des Auslaufes unterhalb der Brücke (Beseitigung von Engstellen!) und eine Einbindung aller Flächen im Gebiet in ein umfassendes Hochwasserschutzkonzept, das die Erfahrungen
des letzten Hochwassers aufnimmt. Viel bleibt also noch in den nächsten Jahren an der Nette zu tun.
Foto: Freie Wähler im Gespräch mit Anwohner an der Brücke "Im Bannen/Gerberstraße" am ehemaligen Bauhof.