FWM3: Ein Krankenhaus in Mayen ist Teil der regionalen Daseinsvorsorge!
Eine Eifelklinik in Mayen ist zur regionalen Versorgung unverzichtbar, deshalb muss endlich der Sanierungsstau von rund 40 Millionen Euro abgebaut werden.
Landkreis Mayen-Koblenz. Diverse Meldungen in der Presse und einzelne Verlautbarungen im Wahlkampf zeigen, "hinter den Kulissen" ist die kommunalpolitische
Diskussion über die Zukunft des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein (GKM) und damit auch des Mayener Krankenhauses in vollem Gange. Dabei sehen die bestellten Gutachter
nur die ökonomischen Zahlen im Rahmen des derzeitigen, auf Gewinnmaximierung ausgelegten Gesundheitssystems, die Versorgung der Bevölkerung erscheint da zweitrangig zu
sein. Für die Freien Wähler Mayen-Mittelrhein-Mosel (FWM3) stellt diese Reihenfolge allerdings eine konkrete Perversion des Anspruchs der Menschen auf eine gute
medizinische Versorgung dar.
Rund 140 000 Menschen in den Gebietskörperschaften der Stadt Mayen und den Verbandsgemeinden Vordereifel, Mendig, Maifeld, Kaisersesch, Ulmen , Kelberg, Adenau und Brohltal
gehören ganz oder teilweise zum Einzugsbereich des Mayener Krankenhauses - auf einer Fläche von über 1200 Quadratkilometern. Für mehr als 70 000 Einwohner auf einer Fläche,
die größer ist als der Landkreis Mayen Koblenz, ist das Elisabethkrankenhaus die nächste Behandlungsmöglichkeit! Da bisher gilt, dass ein Krankenhaus unverzichtbar (!) ist,
wenn nach dessen Schließung mehr als 5 000 Bürgerinnen und Bürger mehr als eine halbe Stunde Fahrzeit aufbringen müssten, um zur nächsten Behandlungsmöglichkeit zu gelangen,
plädieren die Freien Wähler Mayen und die Freien Wähler Mayen-Mittelrhein-Mosel gerade in der derzeitigen Krise des GKM nicht nur für den Erhalt des Standorts Mayen,
sondern für seine Stärkung! Der Ausbau zu einer medizinisch gut aufgestellten Eifelklinik (inklusive Geburtsklinik) ist das Projekt, dass der Landkreis Mayen-Koblenz
seinen Einwohnern im Bereich Maifeld, Mayen, Vordereifel und Eifel in der aktuellen Lage schuldet! Zu lange hat haben die Kreistagsfraktionen - außer der FWM3/Die Linke - auf
den Irrweg der Privatisierung gesetzt, zu lange mit einer Geschäftsführung der SANA AG den "Bock zum Gärtner" gemacht und z.B. am Standort Mayen darüber hinaus
einen Sanierungsstau von rund 40 Millionen Euro (!) auflaufen lassen.
Für die Freien Wähler eine unverantwortliche Gesundheitspolitik des Kreises bzw. des letzten Kreistages! Sie fordern deshalb vom Kreis Mayen-Koblenz und den am 09. Juni
gewählten neuen Kreistagsmitgliedern in den stattfindenden Verhandlungen und geplanten Sanierungskonzeptionen endlich konsequent seiner/ihrer Verantwortung für eine gute
medizinische Versorgung der Menschen im Kreis Mayen-Koblenz gerecht zu werden. Und das heißt konkret, nicht nur durch Krankenhäuser in der Stadt Koblenz, sondern gerade
auch angesichts der demografischen Entwicklung eine Versorgung durch das Krankenhaus in Mayen für die Region! Deshalb darf diese Klinik keine Einschnitte erfahren, die
nur die medizinischen Leistungen schwächen, sondern das kommunalpolitische Ziel muss deren Ausbau zu einer leistungsfähigen Eifelklinik sein! Nur so erfüllt der
Landkreis Mayen-Koblenz endlich seine Verpflichtung in diesem Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Eifel braucht eine intakte Eifelklinik, so Hans-Georg Schönberg und Michael
Helsper abschließend.
Foto Tanja Saar: Zu lange hat haben die Kreistagsfraktionen auf den Irrweg der Privatisierung (Sana) gesetzt am Standort Mayen einen Sanierungsstau von rund 40 Millionen
Euro auflaufen lassen.