Ab Dienstag, den 15.11.2011 wird die Verteilung des neuen
>BürgerBrief< vom Mayener Wochenspiegel übernommen.
Somit erhalten alle Haushalte der Kernstadt Mayen und die Vororte Nitztal,
Betzing, Hausen, Kürrenberg und Alzheim in den nächsten Tagen den aktuellen achten
BürgerBrief. Mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren erscheint dieser unregelmäßig
und wird herausgegeben von den Freien Wähler Mayen. Auf 6 Seiten widmet sich die
achte Ausgabe ausschließlich dem Geschehen im Rathaus. Nachfolgend ein Auszug:
Stadtpolitik in Mayen - Selbstkritik und Dialogbereitschaft sind gefragt! Die Mehrheit von CDU, FDP und der Oberbürgermeisterin stehen hier in der Verantwortung.
Liebe Mayenerinnen und Mayener,
Oberbürgermeisterin Veronika Fischer stützt sich nun seit drei Jahren in ihrem
kommunalpolitischen Handeln auf eine Koalition der CDU mit der FDP, d. h. aber mit
einem Koalitionspartner, der sich in den allermeisten Fragen der größten Ratsfraktion
untergeordnet hat. Die Christdemokraten haben so leichtes Spiel, bei dem sie den
Mayener Liberalen nur ein Projekt zum Dagegensein gegönnt haben - den Vulkanpark -;
ansonsten ist klar, wer Koch ist und wer Kellner.
Die Zusammenarbeit mit den Freien Wählern und der SPD scheint Frau Fischer und der
CDU in Mayen einfach zu anstrengend. Zu viele aufmüpfige, selbstbewusste
Verhandlungspartner, zu viele unbequeme Tagesordnungspunkte, dazu eine Basis, die
auch mal eine Entscheidung der Stadtspitze kippt, dazu die Pattsituation im Stadtrat
und die katastrophal schwarz-gelbe Bilanz.
Selten wurde unser Mayen so kopflos regiert.
Der Koalitionspartner wurde dermaßen degradiert, dass die FDP 2014 wohl ums Überleben
kämpfen wird. Das immer wieder vollmundig angekündigte „Wir packen den Sparhammer
aus“, bleibt eine leere Versprechung. Die katastrophale Finanzlage der Stadt und
die explosionsartig angestiegenen Liquiditätskredite, die mit dem Haushaltsjahr
2004 begannen und bis heute nur eine Richtung kannten - steil nach oben -,
bestätigen letzteres.
Auch die Tatsache, dass die ständige Ratsmehrheit von CDU und FDP
bei allen Haushaltsverabschiedungen die Verantwortung eines ernsthaften Sparens
abgelehnt haben, ja stattdessen all zu gerne Schulden anhäuften, offenbart das
Geschehene in den Zahlen und spricht für sich. Oft wurde schön gerechnet, manchmal
falsch kalkuliert, nur um munter drauf los investieren zu können,
ohne dabei die Folgekosten zu bedenken. So sind Burgumbau mit „Eifelmuseum und
Schieferbergwerk“ und der immer noch nicht fertig gestellte Vulkanpark Zeitmonumente
einer zweifelhaften Landesförderung, die den Mayener Bürger haushaltstechnisch seit
Jahren nur belasten.
Fazit: Natürlich haben auch die Freien Wähler nicht die Weisheit gepachtet, natürlich
kann man hinterher immer alles besser wissen: Aber wer ohne eine Spur von Selbstkritik
die eigene Arbeit dermaßen als Erfolg verkauft und die Fehler nur auf Landesseite
sucht, wie das Veronika Fischer in ihrem Pressebericht vom 06. August 2011 „Fischer
stimmt auf Sparkurs ein“ getan hat,
der darf sich über deutliche Worte von Leserbriefschreibern nicht wundern:
Ein bisschen planvoller, durchdachter und vor allem offener regiert werden – das wollen
wir Mayener, Frau Fischer!
Pressemitteilung Freie Wähler Mayen
vom 13.11.2011
Freie Wähler Mayen: >BürgerBrief< als wichtige Dialogform
Bürgerbrief Nr. 8 - November 2011 - Seite 1 bis 6
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