Die Firma Weig in Mayen

Betriebsbesichtigung der FWM bei der Firma Moritz J. Weig in Mayen


Mayen. Die Freien Wähler besuchten am 21.03.03 die Firma Moritz J. Weig in Mayen. Das Interesse der Teilnehmer an dieser Veranstaltung galt dabei besonders der Herstellung von Karton sowie der Entwicklung der Fernwärmetechnik. Herr Christoph Hilger, leitender Angestellter der Firma Weig, erläuterte der Besuchergruppe anhand eines umfassenden Referates die Organisations- und Betriebsstruktur des Unternehmens. Links im Bild -Herr Hilger von der Firma Weig- Vornehmlich hergestellt werden von der Firma Weig Faltschachtelkarton, Gipskarton, Testliner und Hartpapierhülsen. Zur Herstellung dieser Produkte werden über 90 % Altpapier verschiedener Qualitäten und nur bis zu 10 % Frischfasern (Zellstoff) benötigt. Altpapier wird u.a. mit eigenen Unternehmen gesammelt. Recyclinglager Industriegebiet Ost Der erzeugte Faltschachtelkarton wird zur Verpackung unterschiedlichster Produkte eingesetzt und muss hierzu höchsten technischen Anforderungen gerecht werden. Laut Aussage von Herrn Hilger ist die Zahl der Qualitätsbeanstandungen dabei äußerst gering. Die derzeitigen Lieferverträge hätten in der Regel eine Laufzeit von zwei bis drei Monaten. Für Gipskarton gibt es langfristige, weltweite Vereinbarungen.

Kartonproduktion

Der überwiegende Teil der im Betrieb benötigten Energie wird durch eigene Kraftanlagen erzeugt. Eine große Kläranlage reinigt auf biologischer Basis die im Herstellungsprozess eingesetzten Wassermengen. In den letzten Jahren wurden von der Firma Weig enorme Investitionen im Bereich technische Erneuerung und Verbesserung der Produktionsanlagen getätigt, was das Unternehmen zu einem der führenden Kartonhersteller auf Altpapierbasis in Europa macht. Die Produktionsmengen konnten in den letzten Jahren erheblich gesteigert werden. Lagerhalle Die Firmenleitung hofft, die Absatzmengen durch die Ausweitung bzw. bessere Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten weiter steigern zu können. Dies dient auch zur Festigung des Produktionsstandortes Mayen.

Die Firma Weig hat schon früh die Bedeutung einer umweltverträglichen Produktion erkannt. Dies zeigen die unermüdlichen Anstrengungen auf den Gebieten der Energieeinsparung und - Rückgewinnung sowie der Abfallvermeidung. Die bei der Produktion von Karton entstehende Wärmeenergie und Dampf werden seit dem Jahre 2000 zur Versorgung und Beheizung von Gebäuden in der Innenstadt Mayen genutzt. So konnten zwischenzeitlich 7,5 km Fernwärmeleitungen an ein Fernwärmenetz angeschlossen werden. Dieses Fernwärmenetz könnte sogar noch weiter ausgebaut werden. Logistikstraße Nach Meinung des Kraftwerkleiters Herrn Gerald Schäfgen wäre eine mit dem Ausbau verbundene weitere Absenkung der rücklaufenden Abwärme von derzeit 50 ° auf bis zu 35 ° durchaus wünschenswert, da dies zu einem besseren Wirkungsgrad der Anlagen führen würde. Auch Vertreter der FWM stehen einem weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes positiv gegenüber. Diese Nutzung von alternativen Energien sind zukunftsträchtige Investitionen, von der die Stadt Mayen nur profitieren kann.

Logistikzentrum mit 15.000 Tonnen Lagerkapazität

Die Firma Weig will in den nächsten Jahren weiter expandieren und ihren Produktionsstandort in Mayen festigen. Sie wird somit wichtigster Arbeitgeber für Mayen und das Umland bleiben. Wir, die Freien Wähler Mayen sind stolz darauf, dieses zukunftsorientierte Unternehmen in Mayen ansässig zu haben. Text(Ganster)

Pressemitteilung Freie Wähler Mayen
vom 21. April 2003